
Ist über Thomas Mann nicht längst alles gesagt? Hat dieses Leben und dieses Werk irgendeinen Raum, der noch nicht betreten worden ist? Der Autor Reinhard Kiefer zeigt: Ja, hat es. In seiner literarischen Annäherung »Thomas Mann. Letzte Liebe« widmet er sich behutsam und diskret dem letzten Lebensabschnitt des Romanciers – einer Zeit zwischen Erinnerung, Ruhm, Erschöpfung und Vergänglichkeit.
Wir freuen uns sehr, den Autor Reinhard Kiefer am Donnerstag, den 3. September 2026, um 19:30 Uhr im Kulturhof Velbrück begrüßen zu dürfen. Im Rahmen einer Literaturlesung stellt er sein Buch »Thomas Mann. Letzte Liebe« vor und lädt anschließend zum Gespräch über Werk, Leben und letzte Lebensphase von Thomas Mann ein.
Im Mittelpunkt von Kiefers literarischer Annäherung steht ein Thomas Mann, der auf ein außergewöhnliches Leben zurückblickt und sich zugleich mit dem eigenen Altern, mit Verlust und mit dem Vergehen der Zeit auseinandersetzt. Reinhard Kiefer nähert sich dieser späten Lebensphase mit feiner Sprache und großer Sensibilität und eröffnet dabei einen ungewöhnlich persönlichen Blick auf eine der bedeutendsten Figuren der deutschen Literaturgeschichte.
»Thomas Mann. Letzte Liebe« ist keine klassische Biografie, sondern eine literarische Verdichtung über Erinnerung, Einsamkeit und die Frage, was am Ende eines langen Lebens bleibt.
Über den Autor
Reinhard Kiefer arbeitet als Autor und Literaturwissenschaftler. Mit seinen literarischen und essayistischen Arbeiten widmet er sich immer wieder historischen und kulturellen Themen sowie bedeutenden Persönlichkeiten der Literaturgeschichte.
Wann?
Donnerstag, 3. September 2026
19:30 Uhr – Einlass ab 19 Uhr
Wo?
Kulturhof Velbrück e.V.
Meckenheimer Str. 47
53919 Weilerswist-Metternich
Eintritt: frei
Bitte melden Sie sich an bei m.thien@velbrueck.de

Autor: Kiefer, Reinhard
Thomas Mann. Letzte Liebe
Lizenzausgabe des Telegramme-Verlags
65 S., Klappenbroschur, 2025
ISBN 978-3-907198-63-6
€ 15 ,- beim Verlag bestellen
Trotz der Zufriedenheit, trotz der Gewißheit, große Tage verlebt zu haben, die so gewiß nicht mehr wiederkommen, spürte er in sich zugleich einen starken Mangel an Rührung, an Betroffenheit. Was hatte man denn in solchen Augenblicken des Triumphs, und von solchen hatte er ja schon recht viele erlebt, zu empfinden? Er wußte es nicht mehr genau. Vielleicht hatte er es vergessen. «Was man alles vergißt. Manches will man ja auch vergessen. Man ist dann recht dankbar, wenn es gelingt.» Etwas in ihm war schon sehr weit, schon in Auflösung. Was geschah, das waren Variationen, Wiederholungen auf freilich hohem Niveau.


